Die Wanderung für mich, auf dem Via de la Plata

Der Via de la Plata ist ein Jakobusweg, der entlang einer 2000 Jahre alten Römerstrasse, dem Silberweg, von Sevilla im Süden Spaniens aus nach Santiago de Compostella führt. Durch herrliche Landschaften und topografisch abwechslungsreiche Gelände ist eine Wanderung der Ruhe und Besinnung möglich. Auf dem Bild unten siehst Du mich vor dem Wahrzeichen des Via de la Plata, ein römischer Torbogen, der Teil einer großen römischen Gutsanlage ist und den ich nach ca. 400 Kilometer erreiche. Der gesamte Weg sind für mich 1144 Kilometer bis Finisterra. Was mir auf diesen Pfaden des Mich-findens begegnet schreibe ich, so wie es mich ruft.

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Jeder Mensch, der sich dazu entscheidet, diesen Weg zu wandern, wird ihn auf seine eigene Weise gehen, und so erlebe ich diesen Weg für mich auf meine besondere Weise, so wie es für mich eben zum Besten ist.

Eine Wanderung auf diesem Weg kann ich wärmstens empfehlen. Ich ging ihn für mich und mit mir, um zu mir zu kommen. Dieser Weg bewirkt eine Berührung in der Seele, die mich nun anders ins Leben gehen lässt und meinem Leben einen neuen, einen tiefen Sinn gibt!

Die für mich wichtigsten Erkenntnisse, die ich durch die Wanderung erfahren habe

 Die erste und wichtigste Erkenntnis ist, dass dieser Weg wirklich das Ziel ist. Alles was ich zu tun habe, ist zu gehen, jeden Tag, ohne auch nur einen echten Tag Pause zu haben um mir diese tollen Städte ansehen zu können. Alles was ich brauche, begegnet mir auf dem Weg. Während dieser Wanderung verändert sich alles, denn ich bin, wie noch nie in meinem Leben so lange und so intensiv mit mir allein unterwegs. Nach all den Therapien und Schulungen erlebe ich eine tiefe Erkenntnis über mich selbst. An das zu glauben, was ich spüre und den Weg gehen, - das ist es. Viele Ereignisse, Begegnungen und Erkenntnisse machen mir diesen Weg unvergesslich und er wird mein weiteres Leben und Wirken prägen.

Als ich am 40. Tag im Flugzeug von Santiago aus starte, heule ich Rotz und Wasser, ob dem was ich da unten in diesen 39 Tagen erlebt und geschafft habe. Die letzte Etappe ist der Heimflug, denn angekommen bin ich auf dem Jakobusweg, als ich wieder daheim bei meiner Familie bin. 


 

So nach und nach wird hier eine Beschreibung meiner Erlebnisse auf meinem Jakobusweg erscheinen. Ich schreibe so wie es mir in den Sinn kommt. Keine Tagesetappen oder chronologische Teilberichte. Ich beginne, schreibe und ende nach Gefühl. Das nächste Mal geht es da weiter wo ich aufgehört habe. Auch die Bilder sind wahllos nach Gefühl eingefügt. Bilder, die mir wichtig zum Text erscheinen sind direkt in den Text eingefügt, die anderen sind ein Beiwerk fürs Auge.

Auf dieser Seite findest Du immer meine neueste Beschreibung. Die bisherigen Erlebnisse stehen hier für Dich bereit.

 

Jakobus-Weg - Eine Wanderung für mich - Teil 4

 

Eine Tortour über 50 Kilometer nimmt ihr Ende und die Wanderung geht weiter.

 

Ein Grabmal in Guillena, den Ort den ich für eine Übernachtung verschmähte

 

 

"Restaurante " dieses Schild schien die Lösung, doch der Schein trügte. Wasser, brauche ich, das war mein Wunsch und die Hoffnung auf eine Übernachtungsmöglichkeit. Ich wähnte mich bei einer kleinen Siedlung, die zwischen Guillena, dem vorgesehenen Etappenziel an diesem Tag, wie es die anderen Pilger anstreben, und Castillblanco de los Arroyos, das für den nächsten Tag das Etappenziel ist.
Irgendwo etwas trinken, ausruhen und schlafen können. Mein Füße schmerzen, dass es kaum mehr reicht, dass ich gehen kann. Immer auch einen Blick dafür habend wo ich mich notfalls schlafen legen könnte wanderte ich weiter, traf einen Mann und fragt ihn nach einer Wasserquelle. "Da lang" gab er mir den Hinweis und ich ging weiter, und weiter und verzweiflete mehr und mehr, machte in immer kürzeren Abständen Pause und erholte meine Füße. Dann wieder aufstehen und weiter gehen. Meter um Meter fügte sich Kilometer an Kilometer. Dann eine Gruppe spielender Kinder. Als sie mich sehen freuen sie sich und fragen mich etwas, doch mein Spanisch ist noch sehr mangelhaft. Nach Wasser frage ich und sie erklären mir, dass es gleich da vorn ein Schwimmbad gibt. Ein Schwimmbad, ein Becken voller Wasser, welch ein Segen. Ein Junge deutet mir an, dass er mir Wasser holen mag und ich nehme das Angebot dankbar an. Gleich eine ganze Gruppe von Kindern rennt los. Ich setze mich an den Straßenrand ins Gras und ziehe mir die Schuhe aus. Nun zeigt sich auch noch eine kleine Blase an der Verse am linken Fuß. Fertig fühle ich mich fix und fertig. Auf die Frage ob es hier irgendwo ein Hotel gibt erklären mir die noch anwesenden Kinder den Weg. Da wo ich her gekommen bin zeigen sie, etwa eine halbe Stunde wird mir klar, auf dem gleichen Weg auf dem ich gekommen bin. 

Wasser, die Kinder mit meinr Wasserflasche kommen wieder, endlich trinken. Was die KInder wohl gecacht haben, als sie mich haben trinken, sehen. Diese trinken erinnert mich jeioch mehr an ein saufen vor Gier. Asl die Flasche leer ist nimmt sie ein Junge und rennt nochmal los, andere folgen ihm wieder und mit kindlichem Geschrei rennen sie Richtung Schwimmbad. Hoffnung keimt auf, dass es nun doch bald besser wird. Als ich die nun das zweite Mal gefüllte Flasche bekomme ziehen ich die Schuhe an, danke den Kindern und mache mich auf den Weg. Ein paar Meter rennen die Kinder noch mit, doch dann spilen sie wieder mit ihrem Fussball.
Der gleiche Weg, nur rückwärts, wieder zieht sich die STrasse oder besser der Feldweg hin, immer noch im Zweifel wie lange ich noch gehen kann. Ews ist furchtbar, die Pausen werden immer länger und die Zwischenstrcken, die ich gehn kann kürzer. Sicher kommt es mir länger vor als in Wirklichkeit und wenn ich heute den Weg wandern würde, wäre es wohl ein Lächeln das mich über die gefühlte Länge des Weges schauen lässt. Doch da drin stecken wo ich war, bedeutet leiden vom Feinsten. Nach über einer halben Stunde erreiche ich die Strasse wieder von der mich das Schild "Restaurante" weggelockt hat. Von rechts kam, also feht es nach links weiter. Schon basl kommen weitere Häuser in mein Blickfeld und dann, oh, Gott sei Dank, ein Hotel. Das ist der Platz an dem ich den Sonnenuntergang sehen darf.

Ein Hotel, auch das noch, und das wo hier in dem kleinen Faltblatt das ich noch bei mir trug, jeder hinweis darauf fehlte. Rein ins Hotel und nach einem Zimmer fragen. Die Frau an der Rezeption schaut mich wohl etwas seltsam an, weshalb, wird mir erst am nächsten Tag bewusst. Ja, ist die Antwort , einen Moment Geduld und sie weist mir einen Sessel, in dem ich warten soll. Gerne setze ich mich und warte, als sie nach ein paar Minuten kommt und mir den Zimmerschlüssel reicht, bekomme ich beim Aufstehen Kreislaufprobleme und kann mich nur ganz langsam bewegen, weil mir schwindlig wird. Die Treppe hoch, erster Stock hat sie gesagt. Am Geländer halte ich mich fest und gehe Stufe für Stufe nach oben. Im Zimmer angekommen gibt es nur noch eine starkes Bedürfnis, hinlegen. Die Schuhe bekomme ich gerade noch ausgezogen dann falle ich aufs Bett und krieche unter die Decken. Kalt ist mir, Schüttelfrost lässt mich zittern und warm werden. Wie lange ich so da lag ist mir unklar, nur diese Zittern und Frieren nehme ich wahr. Nach einer gewissen Zeit kommt mir ein Gedanke in den Sinn. baden, ich habe doch ein Zimmer mit Bad. Ich steh auf und gehe ins Bad und siehe da, eine Badewanne. Gleich lasse ich Wasser hinein, heißes Wasser, kann es kaum erwarten und lege mich schon hinein. Nun wird mir wärmer. Magnesium nehme ich noch eine Portion und dann liege ich da im Wasser. Erleichterung kommt und Ruhe, das Zittern ist vorbei und ich kann mich langsam entspannen. Irgendwann dann raus aus dem kühler werdenden Wasser und wieder ins Bett. Schlafen, nur noch schlafen, doch die Füße, mir ihren Beinen sind die ganze Nacht unruhig als würden sie noch weiter gehen. Solche Nächte sollten mir ständig begegnen während der weiteren Wanderung. 

Am Morgen wache ich auf, gehe ins Bad und beschließe, dass die Blase am Fuß erfordert, dass ich nun erstmal in meinen Sprotsandalen gehe. Unten gebe ich an der Rezeption den Schlüssel ab und werde in die Bar für das Frühstück gebeten. Dort lerne ich dann erstmal den Unterschied zwischen "Manzana" und "Manzanilla". Das Erste ist der Apfel, das Zweite der Früchteteee. So bekomme ich einen Tee und eine Orange als Frühstück, und so passt es auch. Ein Gespräch beginnend, so empfand ich die Gestik der Wirtin, begannen wir und ein neben mirsitzender weiterer, jedoch einheimischer Gast und so begannen wir staksig zwar doch verständlich ein Gespräch, wobei mir emien Wörterbuch ein verläsaslicher Begleiter ist. Wie weit ich heute noch wandernm mag fragt mich die Wirtin. Ich hole das Faltblatt heraus und lese laut den Namen des nächsten regulären Etappenziels vor, Castilblanco de los Arroyos. Den Blick hättest Du sehen sollen als sie das hörte. Sie lachtre und sagte: "Du bist in Castilblanco de los Arroyos. Nun wird mir einiges klar. Ich habe zwei Etappen erwandert gestern.

Als ich das Hotel verlasse, scheint hell und klar die Sonne, der Himmel ist wolkenlos und die Füße tragen mich. Der Weg geht nach rechts weiter und ich habe vor, dass ich es probier so lang wie mich meine Füße tragen. Die Pfeile sind gut sichtbar und schon nach etwa 500-600 Meter sehe ich ein Schild das wohliges verspricht. "Albuerge di Pellegrino", eine Pilgerherberge. Den Hinweis nehme ich gern und beschließe, dass ich für heute mein Etappenziel erreicht habe.Die Frau, die gerade den Flur aufwischt schaut mich erstauntan. "Jetzt schon hier?" sagt mir ihr Blick. Sie lässt mich durch ich gehe nach oben, suche mir ein Bett aus und leg mich erstmal schlafen. Doch erst noch zahlen. Die Frau kassiert zwei Euro und geht wiedcer. 2 Euro, und im Hotel habe ich 35 Euro bezahlt.Seis drum, heute ist Pause, der Entschluss steht und ich schlafe ein. Während des Tages kommen dann nach un nach weitere Pilger an und so erfahre ich, dass ich ausser den 43 normalen Kilometern für diese beiden Etappen auch noch rund 7 Kilometer Umweg erlebt habe.

 

Wie es weiter geht? Na spannend, wie bisher. Auf den nächsten Teil bin ich selbst neugierig was mir da wieder in Erinerung kommt. Jetz isterstmal Pause für heute.

 

Der Blick von der Herberge in Castilblanco de los Arroyos

 

 

 

 

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